Aufstieg zum höchsten Punkt Spaniens: dem Gipfel des Teide

Der Teide ist der bekannteste Vulkan der kanarischen Inseln und zieht jährlich etwa 3 Millionen Besucher an. Der Naturschutzpark Teide ist seit 2007 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Zur Zeit wird am Gipfel sogar ein Sensor für eine Marsmission getestet. Die Umgebung ist eben wie auf einem anderen Planeten. Die Wanderung auf den Gipfel des Teide ist wortwörtlich ein besonderer Höhepunkt, diese endet nämlich am höchsten Punkt Spaniens. Um ihn zu genießen, muss vorher eine Genehmigung beantragt werden. Pro Tag können nur 200 Personen den Wanderweg 10 „Telesforo Bravo“ nutzen.

Empfehlungen für Gipfelstürmer

Eine Möglichkeit den Gipfel des Vulkans ohne Genehmigung zu besteigen ist eine fast 6-stündige Wanderung, die an der Straße am Montana Blanca beginnt. Eine andere Option wäre eine Übernachtung in der Unterkunft „Refugio de Altavista“, die sich auf 3.250m Höhe befindet. Am Morgen kann man hinaufgehen, muss den Wanderweg allerdings vor 9 Uhr wieder verlassen haben.

Wer nicht über die nötige Zeit oder Kraft verfügt, kann man mit der Seilbahn zur Bergstation „La Rambleta“ gelangen, welche sich auf 3.555 m Höhe befindet. Von hier aus führt der Wanderweg 10 mit einer Distanz von 614m zum höchstgelegenen Punkt Spaniens. Der Weg wurde speziell angelegt und ist in einem guten Zustand. Ohne Eile also auch für fitte, aber noch unerfahrene Wanderer geeignet. Die Schwierigkeit liegt an der dünnen Luft und dem Höhenunterschied von 173m. Es ist zu empfehlen, während regelmäßiger Pausen die Umgebung und den Ausblick auf sich wirken zu lassen.

Für die besonders Trainierten wurde im Oktober ein alter Wanderweg neu eröffnet. Die Route 040 führt von der Playa El Socorro in Los Realejos bis hinauf zum Teide-Gipfel über den Wanderweg 10. Aber das ist dann wirklich nur für diejenigen, die hart im Nehmen sind..

„Dem Himmel so nah“

Auf dem Weg wird ein alter Lavastrom durch- und überquert. Von sandigem Untergrund bis zu extrem scharfkantigen Lavablöcken kann alles dabei sein. Auffällig ist auch der starke Schwefelgeruch, der aus den vulkanischen Schloten strömt – diese eignen sich übrigens perfekt, um die Hände aufzuwärmen. Am Gipfel angekommen, fühlt sich der Himmel unfassbar nah an. Sofern die Wolken oder Calima die Sicht nicht versperren, ist die Belohnung ein magischer Panoramablick auf Teneriffa, die umliegenden Inseln und das unendliche Meer.

Was ist zu beachten?

Die beste Zeit für den Aufstieg ist von April bis November. In den Wintermonaten von Dezember bis März kann es zu kalt sein, bei Schnee oder Eis ist die Wanderung zu gefährlich.

Je nachdem für welche Option man sich entscheidet, kann eine professionelle Wanderausrüstung und bei Nacht eine gute Stirnlampe notwendig sein.

Folgende Dinge sollten in jedem Fall nicht fehlen, wenn man den Teide besteigen möchte:

  • ausreichend Wasser und Essen, denn es gibt an der Bergstation oder im Refugio nichts außer sehr teure Getränke- und Snackautomaten.
  • geeignete Kleidung: man glaubt kaum, dass die Temperatur am Gipfel um die Null Grad erreicht. Empfehlenswert sind mehrere Schichten, um sich den Temperaturen anzupassen und zumindest eine leichte Windjacke mit Kapuze, Handschuhen und Mütze.
  • festes Schuhwerk, am besten halbhohe Wanderschuhe.
  • eine gute Sonnenbrille und Sonnencreme: die Sonne und das Licht sind hier sehr intensiv, ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor ist zu beachten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Wanderung!

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