Behörden auf Teneriffa sitzen auf mehr als 400.000 unbezahlten Strafzetteln

Ein wenig zu schnell, die rote Ampel übersehen oder mal wieder während der Fahrt mit dem Handy telefoniert, ohne die Freisprechfunktion zu aktivieren – Es kommt schnell zu einigen Strafzetteln. Einmal erwischt, ist es teuer, die Vorschriften zu missachten. Doch für viele Autofahrer im Land ist die Ausstellung eines Strafzettels scheinbar noch lange kein Grund, diesen auch zu bezahlen. Auf den Kanarischen Inseln liegt die Provinz Teneriffa ganz weit vorne, wenn es um unbezahlte Strafen geht. Mehr als 400.000 Tickets warteten im November 2015 noch darauf, von den ertappten Verkehrssündern beglichen zu werden.

Madrid als Hauptstadt der Verkehrssünder

Trotz dieser unrühmlichen Stellung auf den Kanaren gehört die Provinz Teneriffa aber landesweit noch zu den Landesteilen, in denen die Zahlungsmoral relativ gut ist. Am wenigsten um die Bezahlung von Strafzetteln kümmern sich die Bürger in der Hauptstadt Madrid. Hier warten die Behörden auf mehr als 2,2 Millionen Zahlungen. Silber und Bronze in diesem Ranking erreichen Sevilla und Málaga mit jeweils mehr als 1,1 Millionen unbezahlten Tickets. Stellt man jedoch die Zahl der säumigen Zahler ins Verhältnis zu den zugelassenen Fahrzeugen, ergibt sich ein anderes Bild. Hier liegt dann Cuenca ganz vorn, dort kommen auf ein Fahrzeug durchschnittlich drei Strafzettel.

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