Geheimtipps Teneriffa: Tag 3 – Mesa del Mar

Die Beine brennen vor Muskelkater und wir sehnen uns nach einem entspannten Tag am Meer. Natürlich könnten wir uns jetzt an die malerischen Strände der Costa Adeje begeben oder die Playa Jardín in Puerto de la Cruz besuchen. Aber der Reiz liegt ja auch hier wieder im Unbekannten. So starten wir entlang der Nordküste in Richtung des märchenhaften Anaga-Gebirges und fahren bei „Mesa del Mar“ die Bergstraße hinab.

Eines wissen wir schließlich schon: Wer lieber mit den Wellen tobt und sich sonnt statt zu Wandern, ist in dem kleinen Dörfchen „Mesa del Mar“ richtig aufgehoben. Einst touristisch gut erschlossen, verirren sich heute nur wenige Touristen in die Stadt. Lediglich einige Hochhäuser zeugen von dem Touristen-Boom in den frühen 1980er Jahren. Heute machen hier aber hauptsächlich Einheimische Urlaub.

Mesa del Mar liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und ist umgeben von tosender Brandung. Strand-Freunde erreichen durch einen langen Felstunnel den großzügigen Strand. Durch die besondere Lage unterhalb der Steilküste, staut sich die Wärme, sodass auch im Winter mit hohem Wohlfühlfaktor gebadet wird.

Mesa del Mar

Sicheres Schwimmen in Meerwasser

Doch besonders das Meeresschwimmbad macht Mesa del Mar zu einem Ausflugstipp. Hier wird die meterhohe Brandung durch dicke Wellenbrecher aufgewirbelt, sodass ein einmaliges Schauspiel entsteht. Weiße Gischt schleudert gen Himmel und macht das Schwimmen im betonierten Becken zum atemberaubenden Erlebnis. Die Wellen sorgen auch für einen ständigen Durchfluss im Becken, sodass stets frisches Wasser dazukommt und auf natürlichem Wege wieder abläuft. Trotz der tosenden Wellen ist das Bad auch für unerfahrene Schwimmer sicher. Durch den glitschigen Boden sind aber gerade für Kinder Badeschuhe sinnvoll.

Besonders Naturfreunde sind von dem natürlichen Pool mit Meerwasser begeistert. Es vereint die Sicherheit eines herkömmlichen Schwimmbads mit dem wohltuenden Wasser des atlantischen Ozeans. Auch fällt der hohe Energieaufwand für Pumpen und Heizelemente weg. Schließlich reinigt sich das Becken wie von selbst und die Sonne heizt das Meerwasser auf eine angenehme Temperatur.

Ein abenteuerlicher Badetag in Mesa del Mar

Die Fahrt zur einzigartigen Küstenstadt lohnt sich in jedem Fall. Allein die kuriose Architektur der Stadt sorgt für blankes Erstauen. So führt die „Hauptstraße“ direkt über den Dächern eines Apartmenthauses entlang. Die Parkmöglichkeiten sind gut und auch einige kanarische Bars laden zum Verweilen ein. Ein Badetag der besonderen Art!

Das Schwimmen tat den Muskeln gut. Was ist wohl für morgen geplant?

 

Artikel von Antonia Brauksiepe