Käse & Honig: Eine kulinarische Entdeckungstour Teneriffas

Eine Leckerei, die man sich auf den Kanaren auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist der Käse. Auf Teneriffa wird der Queso de cabra, der Ziegenkäse in verschiedensten Sorten hergestellt. Man findet auf den Märkten und in kleinen Läden alles vom Weichkäse bis zum reifen Ziegen-Hartkäse. Demnach schmeckt er weich und mild oder würzig, lecker mit einer scharfen Paprikarinde oder sogar mit einer Gofiokruste.

Der Käse auf Teneriffa

Die Käseherstellung hat eine lange Tradition auf der Insel. Vor allem in den ländlichen Regionen hat sie sich noch bis heute aufrechterhalten. Im Bergdorf Teno Alto wird in einem kleinen Lokal der eigens hergestellte Ziegenkäse zur Verkostung und zum Verkauf angeboten. Auch in dem charmanten Bergdorf Masca mitten in der beeindruckenden Masca-Schlucht wird die Ziegenkäse-Tradition gepflegt. Es lohnt sich also auch hier mal in ein gemütliches Restaurant einzukehren und den heimischen Ziegenkäse zu probieren. Ein Highlight ist der Käse aus Arico. Verschiedene Ziegenkäsesorten wurden sogar schon ausgezeichnet und haben Wettbewerbe, wie den World Cheese Award, gewonnen.

Nicht nur sind die Käse von Teneriffa Preisgewinner, sie sind auch Grundlage einiger köstlicher Spezialitäten. Kein Wunder also, dass die Einwohner so stolz auf ihren Käse sind & ihn gerne und in rauen Mengen verzehren. Wie beliebt der Käse ist, zeigt sich vor allem daran, dass Teneriffa die Region mit dem größten Pro-Kopf-Käse-Verbrauch Spaniens ist.

Wie vielfältig der Ziegenkäse zubereitet werden kann, sieht man an den zahlreichen leckeren Rezepten und Gerichten in den tollen Lokalen der Insel.

Mit am einfachsten aber richtig gut, ist der Queso Asado. Er wird von beiden Seiten in der Pfanne gebraten. Dazu kann man den Käse schon in dicken Scheiben kaufen, ähnlich wie Grillkäse. Dann wird er entweder mit der grünen und roten Mojo serviert, über die ihr schon in unserem letzten Artikel lesen konntet, oder mit Palmhonig.

 

Der gebratene Ziegenkäse – Queso Asado

Teneriffas Honig

Auch der Honig ist auf Teneriffa ein ganz besonders leckeres und beliebtes Nahrungsmittel. Insbesondere aufgrund des Klimas der Insel, hat man hier eine riesige Vielfalt an Honigsorten. Der feuchte Norden, der trockene Süden und die vulkanische Erde sind die Voraussetzung für die Flora mit auf der Welt einzigartigen Pflanzen. Hinzu kommt die schwarze Biene der Kanarischen Inseln, die gut an die klimatischen Merkmale der Insel angepasst ist. Diese Faktoren sind essentiell für den außergewöhnlichen Honig Teneriffas, der in verschiedensten Aromen und Farben verkauft wird. Neben dem leckeren Palmhonig, der zum Queso Asado gegessen wird, gibt es zum Beispiel einen Tajinaste-Honig, Agavenhonig oder Avocado-Honig.

 

Der Honig wird gerne in verschiedensten Gerichten verwendet und ist häufig eine der Hauptzutaten in der kanarischen Küche. Im Restaurant wird man so unter anderem Schweinefleisch mit Honigsoße, Gofio mit Honig oder gebratene Bananen mit Honig bestellen können. Nach dem Essen sollte man auf jeden Fall einmal einen Chupito (2 oder 4 cl) des kanarischen Honig-Rums „Ron Miel“ trinken.

Ein Rezept haben wir noch für euch: Der leckere Aufstrich Almogrote

Almogrote ist eine Leckerei aus altem Käse, die ganz typisch kanarisch ist. Zubereitet wird sie auf der Grundlage von Ziegenkäse und mojo picón, der scharfen Variante der mojo rojo. Man isst Almogrote als Brotaufstrich oder zu Kartoffeln, wie papas arrugadas.

Was braucht ihr für Almogrote?

  • 300 g sehr harten Ziegenkäse (harter Gomero-Käse)
  • 1 Prise Picona-Paprika
  • 1 Prise Meersalz (je nach Geschmack)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili (nach Geschmack)
  • Olivenöl

Wie bereitet man Almogrote zu?

Zuerst müsst ihr den Hartkäse fein reiben, Knoblauch (und Chili) hacken oder mit einer Presse zerkleinern und Pfeffer & Salz zur Käse-Knoblauch-Menge hinzufügen. Das Ganze wird dann mit Olivenöl abgeschmeckt und gerührt, bis der Brotaufstrich eine dicke, cremige Konsistenz bekommt & schon habt ihr eure würzige Ziegenkäse-Creme Almogrote.

Tipp: Am besten bereitet ihr euren Almogrote schon einen Tag vorher vor, dann kann er richtig durchziehen und schmeckt noch aromatischer. Serviert wird er bei Zimmertemperatur.

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