Lautstarker Streik im Hotel Riu Oasis Maspalomas auf Gran Canaria vertreibt Touristen

Einst gehörte es zu den Topadressen im Süden Gran Canarias: das Hotel Riu Oasis Maspalomas. Doch seit einiger Zeit bestimmen immer neue Negativschlagzeilen das Bild des ehemaligen 5-Sterne-Hauses. In die Jahre gekommen sollte das Gebäude eigentlich abgerissen und an gleicher Stelle ein neuer, größerer Bau entstehen. Hierzu hat man jedoch die erforderliche Genehmigung nicht erteilt. Wir berichteten mehrfach darüber. Nachdem das Oasis Maspalomas zeitweise geschlossen war, wurde es im vergangenen Jahr dann als 4-Sterne Hotel doch wieder eröffnet. Die Probleme waren damit allerdings nicht gelöst.

Zu Beginn dieser Woche, die zu den wichtigsten und buchungsstärksten im Jahr zählt, sind die Angestellten des Hauses in einen unbegrenzten Streik getreten. Sie protestieren gegen ihre ständig schlechter werdenden Arbeitsbedingungen und die Beschneidung ihrer Arbeitnehmerrechte. Bevor der Konflikt um den Neubau des Hotels ausgebrochen ist, sorgten noch 249 Beschäftigte für das Wohl der Gäste. Heute sind es nur noch 185, die die gleiche Arbeit unter verschärften Bedingungen verrichten müssen. Dagegen und gegen die weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen setzten sie sich nun seit Montag lautstark zur Wehr. Und hier wird die Geschichte zum Ärgernis nicht nur für die Gäste des eigenen Hotels, sondern auch für diejenigen Touristen, die sich in den Nachbarhotels eingemietet haben.

Auch Nachbarhotels betroffen

Von morgens um 9.00 Uhr bis am Abend um 19.00 Uhr machen die streikenden mit Pfeifen und Tröten so lautstark auf sich Aufmerksam, dass Hoteliers aus der Umgebung sich nun an die Behörden gewandt haben, die den Streik genehmigt hatten, damit diese dem Treiben ein Ende bereiten. Sie berichten von zahlreichen verärgerten Gästen, die vorzeitig abgereist sind, weil sie den ständigen Lärm, der zeitweise den zulässigen Pegel um das 5-fache überschreitet, nicht länger ertragen wollten. Nach Ansicht der Nachbarn haben die Angestellten natürlich das Recht zu streiken und auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Dies dürfe jedoch nicht zu ständigen Belästigungen der zirka 4.000 Gäste in den umliegenden Hotels führen.

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