Mallorca – Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel

Mallorca hat, auch wenn es viele vielleicht im ersten Moment nicht glauben wollen, einige sehr schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten. Viele alte Städte und einzigartige Landschaften prägen das Bild der Insel. Somit hat Mallorca um einiges mehr zu bieten als Partys und den Ballermann.

Palma de Mallorca – eine Hauptstadt mit langer Geschichte

Palma ist die Hauptstadt Mallorcas und der Regierungssitz der Balearen. Die Stadt blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, denn schon 123 v. Chr. wurde sie vom römischen Konsul Quintus Caecilius Metellus gegründet. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale La Seu, deren Bau 1306 startete und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts komplett abgeschlossen wurde. Insgesamt besteht die im gotischen Stil errichtete Kirche aus drei Schiffen. Wenn das Sonnenlicht durch die Fenster scheint, dann entsteht hier eine ganz besondere Stimmung. Verbinden kann man den Besuch der Kathedrale mit dem Königspalast, der sich direkt gegenüber befindet. Hier finden die offiziellen Empfänge und Ehrungen statt, ebenfalls wird er bei Besuchen königlichen Familie genutzt.

Palma hat noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wer zum Beispiel einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt haben möchte, der sollte unbedingt die Burg Bellver besuchen. Das einstige königliche Schloss bietet eine Panoramasicht über Palma und die Pinienwälder in der direkten Umgebung. Im Sommer finden hier auch Open-Air Konzerte verschiedener Musikrichtungen statt, die bei den Besuchern sehr beliebt sind. Weiterhin gibt es viele Museen, die man als Kunstliebhaber auf keinen Fall verpasst haben sollte. Die Stadt bietet auch arabische Bäder, die aus dem 10. bis 12. Jahrhundert stammen und von den Besuchern besichtigt werden können. Urlaubsfeeling bekommt die Stadt auch durch ihren ca. 4.700m langen Strand verliehen, der sich zum baden perfekt eignet. Auch an stürmigen Tagen kann man hier ins Wasser gehen und Rettungsschwimmer sorgen für die Sicherheit. Doch auch wer nach Party und Action sucht ist hier genau richtig, denn der Ballermann liegt in der direkten Nähe.

So schafft es diese einzigartige Stadt Kultur und Spaß zu verbinden und die unterschiedlichsten Besucher anzulocken.

Von Sóller nach Port de Sóller

Sóller ist eine kleine traditionelle Stadt mitten im Tramuntana Gebirge im Westen der Insel. Vom Massentourismus blieb dieser Ort bisher glücklicherweise verschont und erhielt 2011 den Titel zum UNESCO Weltkulturerbe. Wer gerne in der Natur ist, der ist in Sóller genau richtig. Der Ort ist ideal für die unterschiedlichsten Aktivitäten wie zum Beispiel wandern oder mountainbiken geeignet. Auch einen botanischen Garten gibt es hier zu erkunden. Dort können die Besuchern die unterschiedlichsten Pflanzen dieser einzigartigen Insel näher kennen lernen.

Das Highlight des Ortes ist jedoch die Tranvía de Sóller, eine Straßenbahn, die die Stadt mit dem nahe gelegenen Ort Port de Sóller verbindet. Auf ca. 4,8 Km Strecke fährt die Bahn auch „der Orangen-Express“ genannt durch eine wunderschöne grüne Landschaft vorbei an Gemüsegärten, Olivenhainen und Orangenplantagen. Die Bahn existiert bereits seit 1913 und man hat sie zu Beginn zum Transport von Waren genutzt. heute ist sie wohl eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Auch eine Zugverbindung von Sóller nach Palma gibt es. Sie wurde schon vor der Straßenbahn gegründet und passiert auf ihrer Strecke mehrere Brücken und Tunnel.

Port de Sóller ist ein gemütlicher Ort, in dem es zwar ein paar Hotels gibt, wo der Massentourismus der Insel jedoch noch nicht zu spüren ist. Der Ort verfügt über eine Promenade, die zum spazieren und bummeln einlädt. Im nahen Hafen liegen zahlreiche Segelboote und Yachten. Auch ein Meeresmuseum hat Port de Sollér zu bieten. Zu finden ist es in der ehemaligen Kapelle Santa Caterina. Um schöne Bilder vom Ort und der umliegenden Landschaft zu machen sollte man auf einen der Wehr- und Leuchttürme steigen. Von dort hat man einen einzigartigen Ausblick und es lohnt sich auf jeden Fall auch, von hier aus einen wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen.

Auch zwei Strände hat der Ort zu bieten. Zum einen die Playa Puerto de Sóller und zum anderen die Playa d’en Repic. Für Familien mit Kindern sind die ganz besonders gut geeignet, da es hier keine großen Strömungen gibt und Rettungsschwimmer für die Sicherheit sorgen. Der Sand des Strandes ist außerdem sehr hell und fällt flach ins Wasser ab. An der nahen Uferpromenade gibt es eine Vielzahl an Restaurants, sodass man sich dort während des Strandbesuchs stärken kann.

Alcudia

Diese historische Stadt hat neben sehr schönen kleinen Restaurants und Bars in den altertümlichen Gassen viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ein Beispiel hierfür sind zum einen die verschiedenen Kirchen, die zu einer Besichtigung einladen. Das Highlight der Stadt ist jedoch die Stadtmauer, die man betreten darf und von der man einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt genießt. Alcudia bietet auch einen Wochenmarkt, der auf der ganzen Insel bekannt ist. Hier gibt es so gut wie alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Auch Sightseeing-Touren durch die Stadt werden immer wieder angeboten.

Nur wenigen Kilometer von Alcudia entfernt befindet sich die Hafenstadt Port de Alcudia. Hier gibt es einen sehr schönen Strand, der ebenfalls über sehr hellen, fast schon weißen Sand und kristallklares Wasser verfügt. Auch Surf- und Segelschulen gibt es hier, so dass der Spaß keinesfalls zu kurz kommt. Weitere Strände in der Nähe sind unter anderem die Playa de Murro mit ebenfalls hellem Sand und die ruhige Playa de S’Illot, die mit Kieselsteinen bedeckt ist. Ein Ausflug nach Alcudia bietet also nicht nur eine Menge an kulturellen Highlights, auch mit einem wunderschönen Strandbesuch kann er verbunden werden.

Cap de Formentor

Eine wirklich spektakuläre Sehenswürdigkeit ist wohl das Cap de Formentor, das sich im Norden der Insel befindet und ist von Port de Pollença aus über eine Landstraße mit einigen Serpentinden zu erreichen. Schon auf dem Weg wird einem ein fantastischer Ausblick ins Tal geboten und von mehreren Aussichtspunkten aus kann man wunderschöne Bilder machen. Oben angekommen hat man vom Leuchtturm aus eine noch bessere Sicht und kann den Blick auf die Bucht von Pollença und Alcudia genießen.

Auf dem Weg zum Cap gibt es weiterhin eine sehr schöne Bucht, die Cala Formentor. Der Wellengang ist hier sehr gering und der Sand hell. Somit ist sie bei den Besuchern sehr beliebt und man sollte sie nach Möglichkeit eher in der Nebensaison besuchen. Ebenfalls kann man zu einem kleine Wachturm abbiegen, von dem aus man ebenfalls eine sehr schöne Aussicht genießt. Wer diese Tour plant sollte jedoch auf jeden Fall darauf achten genug Verpflegung dabei zu haben, da die Preise in den Restaurants auf der Strecke sehr hoch sind.

Cuevas del Drach – Die beliebteste Sehenswürdigkeit im Osten der Insel

Im Osten Mallorcas befinden sich in der Nähe von Porto Cristo die „Drachenhöhlen“ der Insel. Die Tropfsteinhöhle kann von den Besuchern besichtigt werden und sind einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der ganzen Insel. Im Inneren der über einen Kilometer langen Höhle befinden sich insgesamt sieben Seen wovon der Martelsee mit 170m Länge und 30m Breite einer der größten unterirdischen Seen der Welt ist.

Ein Rundgang durch das beleuchtete Höhlensystem dauert ca. eine Stunde und ist sehr einfach machbar. Auf ca. der Hälfte des Weges befindet sich der See, auf dem für die Besucher ein ca. 10 Minuten langes Live-Konzert vorgespielt wird. Wer will kann danach noch eine Bootsfahrt über diesen einzigartigen See mitmachen. Das Wasser des Sees ist durch die Höhle gefiltert und somit glasklar. Die Tropfsteine der Höhle wachsen übrigens nur einen Zentimeter in 100 Jahren. Außerhalb der Höhle können auch sehr schöne Spaziergänge durch die wunderschöne Natur unternommen werden. Oder man entscheidet sich dafür, ein entspanntes Picknick zu genießen. Auch kann man so die Wartezeit auf den Einlass wunderbar genießen.

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