Masca-Schlucht bis auf Weiteres gesperrt

Die Schlucht von Masca ist wohl eine der beliebtesten Wanderungen, der ganzen Insel. Durch eine einzigartige Landschaft geht es auf engen Wegen an zum Teil 600 Meter hohen Felsen vorbei. Nach einer knapp 5 Kilometer langen Wanderung erreicht man das Meer und kann nun von unten die riesigen Giganten bestaunen. Dass diese Wanderung jedoch auch Gefahren birgt, scheint dem ein oder anderen Besucher nur mehr oder weniger bewusst zu sein. Vor allem in den letzten Wochen häufen sich Fälle, in denen Wanderer aus der Schlucht gerettet werden müssen.

Wanderung wird unterschätzt

Vor wenigen Wochen stiegen hier acht deutsche Wanderer trotz einer Sperrung die Schlucht hinab und wurden von einem heftigen Unwetter überrascht. Aufgrund des starken Regens saßen sie in der Schlucht fest und benötigten die Hilfe der örtlichen Feuerwehr. Da diese aber weder eine Rettung per Boot noch per Hubschrauber durchführen konnte, waren die Wanderer gezwungen, die Nacht in einer Höhle der Masca Schlucht zu verbringen. Erst am nächsten Morgen konnte man sie dann aus ihrer Lage befreien und in den Hafen nach Los Gigantes bringen.

Zwei Tage nach diesem Vorfall brachte sich ein weiterer Wanderer in der Nähe der Schlucht in Gefahr. Auch für diesen Tag war eine Unwetterwarnung herausgegeben, die dieser jedoch ignorierte. Er folgte noch dazu einem sehr gefährlichen Weg und kam irgendwann nicht mehr weiter. Auch er musste von der Feuerwehr gerettet werden. Nur zwei Wochen später verletzte sich ein weiterer Wanderer in der Masca-Schlucht, obwohl diese auch zu diesem Zeitpunkt gesperrt war. Von Helfern wurde er die Schlucht hinab begleitet. Auch er musste die Nacht in einer Höhle verbringen, bis er am nächsten Morgen ins Krankenhaus geflogen werden konnte.

Masca-Schlucht ist nun gesperrt

Aufgrund der Vorfälle hat die Stadtverwaltung Buenavista nun beschlossen die Schlucht bis auf unbestimmte Zeit zu sperren. Das Cabildo möchte in dieser Zeit jedoch eine Millionen Euro für die Sicherheit investieren. So möchte man zum einen den Weg instandhalten, ihn besser Ausschildern und drei Kontrollpunkte installieren. Einer soll am Eingang, ein anderer auf der Hälfte des Weges und der dritte am Ende aufgebaut werden. Über die genaue Funktion dieser Punkte ist noch nichts bekannt. Sinnvoll wäre es jedoch, hier zu kontrollieren, ob die Wanderer angemessene Kleidung tragen. Vor allem das nicht passende Schuhwerk und die Überschätzung der Kondition stellen hier immer wieder ein großes Problem dar. Auch wenn der Weg bald besser ausgebaut wird sollte man ihn auf keinen Fall unterschätzen und seine eigenen Grenzen kennen.

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