Naturschänder machen bei Picknick auf Alegranza Suppe aus geschützten Sturmtauchern

Geschützte Vögel getötet
Ein Picknick mit einer Suppe aus geschützten Vögeln könnte für eine Gruppe von 19 Vogelfängern auf Alegranza jetzt recht teuer werden.

Die Gruppe hatte in der vergangenen Woche einen Ausflug auf die kleine Insel Alegranza nördlich von Lanzarote unternommen. Dort hat sie ein Picknick veranstaltet bei dem sie scheinbar eine Suppe aus den geschützten Gelbschnabel-Sturmtauchern zubereitet haben. Um auf der heute unbewohnten Insel im Chinijo Archipel an Land gehen zu dürfen, bedarf es einer speziellen Genehmigung der Inselregierung von Lanzarote. Über die die Reisegruppe allerdings verfügte. Die Ausflügler hatten sich am felsigen Strand der Insel mit Pavillons, Tischen, Stühlen sowie einer kleine Küche häuslich eingerichtet. Um dann auf die Jagd nach den geschützten Vögeln zu gehen. Dabei machten sich die Naturfrevler den Umstand zu Nutze, dass die Gelbschnabel-Sturmtaucher derzeit mit der Brut beschäftigt sind.

Entdeckt hat die Umweltsünder eine Patrouille des Servicio de Protección de la Naturaleza (Seprona), einer Spezialeinheit der Guardia Civil. Nachdem die Umweltpolizisten die Genehmigung der Gruppe kontrolliert hatte, sich in dem geschützten Gebiet auf Alegranza aufhalten zu dürfen, entdeckten sie den Suppentopf, in dem die Sturmtaucher köchelten. Unverzüglich wurde das illegale Gebräu zur Beweissicherung beschlagnahmt und die Umweltsünder der Insel verwiesen. Die Staatsanwaltschaft für Umweltvergehen hat jetzt ein Verfahren gegen die fragwürdigen Vogelgourmets eingeleitet. Sie wird prüfen, welcher Schaden für die Tierwelt auf Alegranza entstanden ist. Die Vogelschutzorganisation Birdlife hatte bereits mehrfach auf unzulässige Fangvorrichtungen auf der Insel aufmerksam gemacht. Die die zweitgrößte Gelbschnabel-Sturmtaucherpopulation der Welt beheimatet.

(Foto von Paco Lopez/flickr.com Lizenz: BY-NC-ND)

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