Reise-Tipps La Palma -Teil 1

In unregelmäßigen Abständen werde ich über „meine Insel“ hier berichten. Dabei ist die Geschichte der Ureinwohner oder auch Benahoritas genannt, ein zentrales Thema. Spannend und interessant war das Leben der Guanchen, welche in Ihrer Einfachheit aus diesem Grund noch heute begeistern können. In Teil eins geht es nicht nur um die ersten Siedler der Insel. Auch ihr ausgeübtes Handwerk ist etwas besonderes. Das Gefühl, wenn am Airport der Atlantik in Sichtweite gerät und die Ankunft im gebuchten Domizil erreicht ist, lässt jeden Urlauber aufatmen.

Reise-Tipp La Palma – Teil 1
Reise-Tipp La Palma – Teil 2

Über die Ureinwohner und ihre tapferen Frauen

Während der Unterwerfung La Palmas, gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, leistete das Hirtenvolk massiven Widerstand. Besonders mutig erwiesen sich jedoch die Frauen der Guanchen im Kampf gegen die spanischen Eroberer.
Spuren der Benahoritas findet man außerdem heute noch in Form von Petroglyphen in Stein gemeißelt.
Die Schriftzüge waren Hoffnungsträger für die Zukunft und zeigten was sich das Hirtenvolk erhoffte: Wasser, Sonne sowie Fruchtbarkeit. Die Sonnengöttin Abora wurde sehr verehrt.
In Garafia und Mazo sind die Petroglyphen sowie ihre Geschichte zu erkunden.

Ankunft auf La Palma – Wohnen wie im Paradies

Der Flughafen liegt direkt am Atlantik bei Los Cancajos. Atemberaubend ist der Blick auf das Meer. Keine fünfzehn Minuten vom Airport entfernt, schaut man auf das besonders schöne Domizil Hacienda San Jorge, welches im Kolonialstil erbaut wurde.

Eingebettet in einen Palmengarten, bildet der beheizte Pool den Mittelpunkt des Anwesens.
Teiche mit exotisch bunten Fischen säumen die engen Wege.
Volieren, in denen tropische Vögel ihr zu Hause haben sowie prächtig gefärbte Aras, welche frei herumfliegen, zaubern Urwaldfeeling.
Unter riesigen alten Gummibäumen, sitzt der Gast an schön gedeckten Tischen, genießt die Palmerische Küche und den märchenhaften Blick auf den Pool.

Orchideen, Vanillebäume und schwarzer Sand

Zitronen und Apfelsinenbäume überragen den Park und bilden dann mit hohen Königspalmen das Dach dieser wunderschönen Grünanlage.
Ein größerer Teich, welcher von blühenden Vanille Bäumen umrandet ist, gibt Gänsen und farbenfrohen Enten ein zu Hause.

Wer in der Anlage seinen Urlaub verbringt, kann das Orchideen Haus mit seinen botanischen Raritäten besuchen. Auf vorherige Anmeldung wird jedoch Wert gelegt. Kleine Exkursionen durch den mediterranen Garten, kann jeder Gast für sich entdecken.

Wanderfreunde lieben das Hotel mit seiner stilvollen Einrichtung besonders.
Nach anstrengenden Insel Erkundungen, ist der schwarze Sandstrand in nur wenigen Schritten zu erreichen.
Auf dem vorgelagerten hohenFelsen, der über eine Treppe erreichbar ist, zaubert die untergehende Sonne den Übergang in die Nacht.

Wanderungen mit guter Ausrüstung

Die Isla Bonita lässt sich auf vielen markierten Wanderwegen erkunden. Das Wandernetz entspricht internationalen Normen. Eine detaillierte Übersicht der Wanderwege in Kartenmaterial, bieten die Touristenbüros in Los Llanos oder El Paso.
Einige Touren setzen aber gute Kondition und Schwindelfreiheit voraus.
Wichtig ist vor allem das Schuhwerk. Knöchel hoch und dickes Profil sind nötig.
Der Schutz vor Kälte und Sonne muss ebenso im Vordergrund stehen, wie ausreichend Getränke im Rucksack.
Zu den schönsten Wanderungen mit den eindrucksvollsten Blicken auf Meer und Berge, zählen die Vulkanroute entlang der Cumbre Vieja und die Route zum Roche de Los Muchachos.

Textiles Handwerk im Museo de Seda

Kreationen aus Seide
Wer etwas über die Seidenweberei wissen möchte, kann sich in El Paso Calle Manuel Tano 4, erklären lassen, wie Seide entsteht. Von der Seidenraupenzucht auf den Maulbeerbäumen in El Paso, bis zum Webstuhl, ist es ein langer Weg.

Aus einer Werkstatt, welche als Familienbetrieb geführt wird, ist ein Seidenmuseum entstanden.
Auf anschauliche Weise werden die einzelnen Arbeitsgänge dargestellt. Wer interessiert ist, kann sich an einen Webstuhl setzen und mit weben.
Ein Souvenir selbst kreiert, wird zur extravaganten Aufmerksamkeit für daheimgebliebene.

Exklusive Handarbeit

Die Stickerei ist das Handwerk mit der längsten Überlieferung auf der Insel. Auf keiner anderen Kanaren Insel gibt es so viele Techniken und Motive wie auf La Palma. Insbesondere um die Weihnachtszeit entstehen kunstvolle Tischdecken und Dekorationen.

Korbflechterei

Schon die Ureinwohner übten die Korbflechterei aus. Weitervererbt vom Vater auf den Sohn, halten sich die Techniken bis heute. Materialien wie Weiden-und Zuckerrohr oder Maulbeerbaum, Tagasaste (Palmenart) Weizen, Dornbusch, benötigen erfahrene Hände. Diese enorme Vielfalt lässt die aßergewöhnlichen, palmerischen Körbe und Möbelstücke entstehen.
Edle Holzverarbeitung

Reise-Tipp La Palma – Teil 1
Reise-Tipp La Palma – Teil 2

Die traditionelle Architektur profitiert von der Kunst der Holzverarbeitung seit Jahrhunderten. Dies ist an den Balkonen und Dächern aus Kienspan Holz erkennbar. Kienholz sind flach geschnittene Stücke aus harzreichem Holz, überwiegend aus Kiefernholz.
Durch die enorme Abholzung auf der Insel ist das Schlagen dieses Holzes heute verboten. In Santa Cruz sind typische Fassaden mit kunstvoll gefertigten Holz-Balkonen schön anzuschauen.

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