Sa Calobra – Malerische Bucht auf Mallorca

Wie wir inzwischen wissen, bietet Mallorca weitaus mehr als den klischeehaften Ballermann, der einem wahrscheinlich mit als erstes in den Sinn kommt. Über einige der schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel haben wir ja schon berichtet, nun möchten wir euch eine weitere vorstellen: Sa Calobra.

Das kleine Dörfchen im Nordwesten mit der Bucht Sa Calobra

Ein Blick in die Schlucht des Torrent de Pareis

Sa Calobra ist ein winziger Ort an der Nordwestküste Mallorcas. Mehr eigentlich ist es eine Ansammlung von Häusern und wird deswegen auch oft Cases de Sa Calobra genannt. Es hat weniger als 100 Einwohner und ist über eine etwa 12 km lange Serpentinenstraße oder mit dem Schiff von Port de Sóller aus zu erreichen. Zu Sa Calobra gehört auch ein kleiner Strand, der nur etwa 50 m lang und sehr felsig ist, weswegen das Baden hier bei starkem Wind gefährlich werden kann. Dennoch zieht der Ort besonders in der Hochsaison unzählige Touristen hierher, nicht zuletzt jedoch wegen der angrenzenden.

Die Mündung des Torrent de Pareis

Ein Stück weiter über einen Weg an der Küste entlang befindet sich nämlich die Mündung des Torrent de Pareis, eines etwa 3,3 km langen Sturzbachs, der durch eine Schlucht führt. Er mündet hier in Sa Calobra ins Meer in eine wunderschöne Bucht inmitten von Felsen und mit einer malerischen Aussicht. Zumindest im Frühing kann man am Abend dabei zusehen, wie die Sonne förmlich im Meer versinkt – allerdings muss man dann bei der Rückfahrt im Dunkeln in den Serpentinen sehr aufpassen! Natürlich kann man hier auch sehr gut baden, muss sich jedoch darauf einstellen, dass es durch die Felsen zu beiden Seiten mitunter etwas schattig werden kann. Dennoch ist es ein schönes Plätzchen, an dem man sich auch gut über mehrere Stunden aufhalten kann. Und da der Sturzbach nicht ständig Wasser führt, ist ausreichend Platz vorhanden, um sich gemütlich auf einer Decke auszubreiten und zu sonnen.

Die schöne Badebucht am Ende des Torrent de Pareis

Die Bucht kann über den Torrent de Pareis auch über eine lange ausgiebige Wanderung von drei bis zu sechs Stunden erreicht werden. Dieser Weg ist jedoch eher für geübte Wanderer geeignet, da sie zu den gefährlichsten Touren der Insel gehört. Von der Bucht aus kann man allerdings problemlos ein gutes Stück in die Schlucht hinein wandern und eine ungefähre Vorstellung davon erhalten, welche atemberaubenden Eindrücke sich bieten können.

Der Weg durch den Felsen zur schönen Badebucht

Touristisch erschlossen

Ein Geheimtip ist Sa Calobra allerdings leider nicht mehr. Das Dorf hat sich längst auf den Tourismus eingestellt und bietet eine für den kleinen Ort durchaus sehenswerte Auswahl an Restaurants und Bistros. Da diese jedoch mit stolzen Preisen daherkommen, empfiehlt es sich, ausreichend Wasser und einen kleinen Snack selbst mitzubringen. Nichts desto trotz ist gerade die Bucht absolut sehenswert und der Besuch trotz kurviger Anfahrt ein absolutes Muss. Mit dem Auto erreicht man Sa Calobra von Palma aus in guten 1,5 Stunden, man kann einen Ausflug hierher aber auch mit einem Besuch in Port de Sóller kombinieren und übers Wasser anreisen.