Zum Sonnenaufgang auf den Teide Gipfel

Auf Teneriffa gibt es unzählige Routen, die man im Laufe seines Aufenthalts erwandern kann. Der Aufstieg zum Pico del Teide allerdings ist die „Königstour“ – und wenn man sich zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Teide einfindet, dann gibt es zu diesem Wandererlebnis kaum noch eine Steigerung.

Ausdauer ist gefragt !

Ein wenig Kondition und gute körperliche Konstitution braucht es zu dieser Tour schon. Zu empfehlen ist eine geführte Wandertour mit einem erfahrenen Guide, von denen es auf Teneriffa viele gibt.

Los geht es auf ca. 2200 Höhenmetern am Montaña Blanca. Der Weg führt zunächst relativ eben durch wilde Vulkanlandschaften, vorbei an bizarren Felsformationen und den berühmten „Teide-Eiern“ – riesigen, eiförmigen Lavabrocken. Nach ca. einer Stunde Gehzeit wird der Weg deutlich steiler und es wird klar, warum eine gute Kondition für diese Wanderung Voraussetzung ist.

Ein flacher Teil des Wanderweges

Die Schutzhütte Altavista, gelegen auf 3260 Höhenmetern, bietet Unterschlupf für die (kurze) Nachtruhe. Sie ist prima ausgestattet, von Bettwäsche über Geschirr und einen kleinen Herd gibt es alles, was für den Aufenthalt und zum Aufwärmen nötig ist. Auf dieser Höhe kann das Thermometer, je nach Jahreszeit durchaus auf den Gefrierpunkt sinken, erst recht, wenn man dort in der Dunkelheit ankommt. Man kann sich kleine Mahlzeiten erhitzen und zubereiten, aber Achtung : die Verpflegung ist selbst mitzubringen! Insgesamt gibt es auf der Hütte Platz für bis zu 54 Gäste. Sie wurde 2007 komplett renoviert.

Die Schutzhütte Altavista

Das letzte Stück zum Gipfel, also die knapp 350 verbleibenden Höhenmeter, legt man noch in der Dunkelheit und am besten mit Stirnlampen ausgerüstet, zurück. Der Weg ist nun geröllig und auch recht steil. Der Lohn für die Mühen nach der Ankunft auf dem Gipfel ist ein atemberaubender Ausblick: Die Sonne, die sich langsam aus dem Ozean erhebt, die Umrisse mehrerer Nachbarinseln und als absoluter Höhepunkt der Schatten des Teide, der auf dem Meer zu sehen ist. Spätestens jetzt sind alle körperlichen Anstrengungen vergessen.

Sicher erfolgt der Abstieg zügig, Wind und Kälte machen einen längeren Aufenthalt auf dem Gipfel nicht gerade schmackhaft. Am liebsten möchte man nun mit der Seilbahn schnell und in wärmere Gefilde hinunterfahren, doch Vorsicht: Bei entsprechenden Windverhältnissen und starken Böen kann es sein, dass die Seilbahn abgestellt wird und auch der Abstieg zu Fuß erfolgen muss!

Gut vorbereitet ?

Was die Ausrüstung anbelangt, so sollte man sich auf diesen Ausflug gewissenhaft vorbereiten. Essentiell ist das richtige Schuhwerk – Knöchelhohe Wanderschuhe mit ordentlichem Profil sollten es sein, Turnschuhe sind auf keinen Fall ausreichend. Wanderkleidung sollte im „Zwiebellook“ angelegt werden. Bei zum Teil sprunghaft wechselnden Wetterverhältnissen kommt man so weder ins Schwitzen noch ins Frieren. Auch eine Regenjacke gehört unbedingt ins Wandergepäck. Beim Aufstieg zu nachtschlafender Zeit vor Sonnenaufgang benötigen Sie Taschenlampen, am besten Stirnlampen! Sonnenschutz in Form von Creme und Sonnenhut oder –kappe ist zweifellos angesagt, vor allem für den am Folgetag eventuell zu Fuß zurückzulegenden Abstieg. Für die kurze Nachtruhe benötigt man wohl nicht extra einen Pyjama – viel wichtiger sind ausreichend Wasser (etwa 3 Liter pro Tag werden empfohlen), evtl. eine Nudelsuppe zum Erhitzen und ein paar leichte Snacks oder Obst.
So ausgerüstet, steht dem großen Erlebnis nichts mehr im Weg, und das Abenteuer kann beginnen!
privateHOLIDAY wünscht viel Spaß ;))

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