Orte auf Teneriffa, für die Sie eine Genehmigung benötigen

Teneriffa ist eine Insel voll vielfältiger faszinierender Natur. Damit diese Natur geschützt bleibt, gibt es an einigen Orten auf der Insel genaue Bestimmungen für Besucher und sogar Zugangsbeschränkungen. Wir erklären, für welche natürlichen Wunder Sie sich schon vorher um eine Genehmigung kümmern sollten.

Teneriffa – voll faszinierender Natur

Die Kanaren bieten durch ihren vulkanischen Ursprung und ihre klimatischen Besonderheiten eine einzigartige Naturlandschaft mit vielen Facetten. Teneriffa zum Beispiel besteht aus vielen Mikroklimazonen und entsprechend viele Landschaftsformen. Man kann innerhalb kurzer Fahrzeit von einer kargen, wüstenartigen Landschaft im Süden bis in den grünen Urwald im nördlichen Anaga-Gebirge gelangen. Diese faszinierende Natur steht vielerorts auch unter Schutz und einige Teile der Insel sind Naturparks und -Schutzgebiete.

Genehmigung für speziell geschützte Gebiete

Die jährlich einströmenden Touristenmassen stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Schließlich möchten viele der Urlauber die landschaftlichen Besonderheiten aus erster Hand erleben. Um die Belastung für die Natur nicht zu groß werden zu lassen, haben die Verwaltungen der Insel und der Nationalparks für bestimmte Ziele Zugangsbeschränkungen eingeführt. Dabei handelt es sich vor allem um beleibte Wanderstrecken. Um diese betreten zu können, muss man sich vorher eine Genehmigung einholen. Im Folgenen finden Sie eine Liste von ein paar Orten, für die Sie so eine brauchen mit Infos, woher Sie sie bekommen.

Pico del Teide

Teide mit Gipfel

Der helle Teil des Teide-Gipfels kann nur mit Genehmigung bestiegen werden

Der Vulkan in der Mitte Teneriffas ist nicht nur Wahrzeichen der Inseln, sondern auch eines der Hauptausflugsziele. Der Teide Nationalpark bietet eine faszinierende vulkanische Landschaft, die man gesehen haben sollte. In den Park kann man einfach mit dem Auto fahren und auch die vielen Wanderrouten innerhalb des Kraters sind frei zu begehen. Mit der Teide-Seilbahn kann man sogar fast bis an die Spitze, bis auf 3555 m hochfahren. Um ganz hoch zum Pico, dem kleinen Krater auf dem Vulkankegel, wandern zu dürfen, braucht man allerdings eine spezielle Genehmigung. Diese können Sie sich hier, auf der Seite des Nationalparks besorgen. Die Genehmigung kostet nichts, allerdings muss man Sie in der Regel schon Monate im Voraus buchen, da die freien Plätze schnell vergriffen sind. Die Genehmigung gilt außerdem immer nur für einen bestimmten Tag und sogar nur für ein spezielles Zeitfenster. Die Genehmigungen werden am Anfang des letzten Wanderstückes bis zum Gipfel kontrolliert.

Sendero de El Pijaral im Anaga-Gebirge

Für diesen Wanderweg braucht man eine Genehmigung

Der Beginn des Sendero del Pijaral

Ein Teil des Anaga-Gebirges im Norden Teneriffas ist von einem dichten Urwald bewachsen, dessen Bäume sich tunnelartig über die Wanderwege biegen. Dieser Wald wird auch als „Bosque Encantado“, also Zauberwald bezeichnet. Es gibt mehrere Wanderwege, die durch dieses Gebiet oder dessen Randstücke führen. Einer davon der, Sendero de El Pijaral, führt mitten durch den dichtesten Teil, das Naturreservat El Pijaral. Der Weg beginnt an einem kleinen Parkplatz, der auf google Maps als „Bosque Encantado (La Ensillada)“ markiert ist. Hier dürfen nur 45 Personen am Tag durchwandern, um die Tiere und die Natur nicht zu sehr zu stören. Deswegen muss man sich ebenfalls online vorab eine kostenlose Genehmigung holen. Diese gibt es hier, auf der Seite der Inselverwaltung. Wer ohne Genehmigung losmarschiert, den erwartet eine heftige Strafe von bis zu 600€. Dafür sind immer wieder Parkwächter unterwegs und kontrollieren.

Barranco del Infierno

Das Barranco del Infierno ist eine Schlucht bei Adeje im Süden Teneriffas. Auch Sie ist beliebt für Wanderrungen wegen der wunderschönen Szenerie und dem größten Wasserfall der Insel am Ende der ca. 3,5 stündigen Wanderung. Der Zutritt ist hier erst ab 5 Jahren erlaubt und Kinder unter 16 brauchen eine Begleitperson. Außerdem haben nur 300 Personen am Tag Zutritt in das Barranco. Deswegen muss man sich auch hier vorher auf einen bestimmten Tag mit Uhrzeit anmelden. Hier wird zudem eine Gebühr fällig. Für Erwachsene Nicht-Residenten kostet der Zutritt 8,50€. Buchbar sind die Tickets dafür hier, auf einer speziellen Webseite.

Punta de Teno

Der Leuchtturm am Punta de Teno

Punta de Teno mit Faro

Der Punta de Teno ist der westlichste Punkt Teneriffas. Hier hat man bei gutem Wetter einen tollen Blick auf die Klippen von Los Gigantes und die Nachbarinseln La Gomera und La Palma. Der Leuchtturm Faro de Teno ist ein beliebtes Ausflugsziel. Da das Gebiet bei Touristen beliebt wurde, die engen Straßen und das Ziel jedoch nicht viel Kapazität für Fahrzeuge hergeben, gibt es hier zwar keine extra Zugangsgenehmigung, aber eine Regelung für ankommenden Verkehr. Von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen werden Privatfahrzeuge bereits einige Kilometer vor dem Ziel gestoppt und dürfen nicht weiterfahren. Die Zufahrt ist dann nämlich nur Bussen, Taxis und Fahrzeugen mit spezieller Genehmigung erlaubt.

Weitere Aktivitäten in der Natur

Es gibt noch ein paar weitere Aktivitäten, die pro Tag nur eine bestimmte Personenzahl zulassen und einer vorherigen Erlaubnis bedürfen. Darunter fallen der Wanderweg über den Monte de Aguirre in Anaga, eine Motorradtour durch einige Waldstrecken, der Abstieg in drei Barrancos: Barranco de Los Carrizales im Teno-Gebirge, Barranco de Chimoche bei La Orotava, Barranco de los Arcos auch bei La Orotava, Klettern im Risco de Guaria und in der Zone von El Roquito und Campen in verschiedenen Camping-Zonen.

Informationen hierzu gibt es unter: http://centralreservas.tenerife.es/

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