Tierschützer beklagen Vergiftung von Katzen im Süden Gran Canarias

Mehr als 70 Katzen in Taurito und Mogán wurden nach Aussagen freiwilliger Tierschützer in den vergangenen drei Monaten vergiftet. Bis vor einiger Zeit war die Katzenpopulation in dem Urlaubsort im Süden von Gran Canaria durch das städtische Projekt CES kontrolliert worden. Mitarbeiter fingen die Straßenkatzen ein, kastrierten sie und ließen sie wieder frei. Doch damit ist nun Schluss. Einige Bewohner und wohl auch Langzeittouristen scheinen deshalb das Problem der streunenden Katzen nun mit Gift lösen zu wollen. Sie streuen Köder aus, die dem Leben der Vierbeiner ein qualvolles Ende bereiten. Einige Katzen fielen auch dem mutwilligen Ertränken zu Opfer.

Aufklärung für mehr Verständnis

Die Tierschützer in der Gemeinde fordern die Stadt nun nicht nur auf, das Projekt fortzuführen, sondern auch in den Schulen mit Vorträgen für Aufklärung zu sorgen. Zusammen mit einer Gruppe von 21 Mitstreitern hat sich zwischenzeitlich Natasya Martelli auf eigene Kosten der Tiere angenommen. Sogar ein toxikologisches Gutachten hat sie erstellen lassen, um herauszufinden, an welchem Giftstoff die Katzen verenden. Aus der Stadtverwaltung ist zu hören, dass man sich jetzt mit den Tierschützern zusammensetzen will. Dabei suchen die Verantwortlichen nach Wegen, finanzielle Mittel zur Fortführung des erfolgreichen Programms zu generieren.

(Foto von Michael J. Moeller/flickr.com Lizenz: BY-NC-SA)

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