Unwetter: Frühling beginnt mit Stürmen und schulfrei

Unwetter. Am Wochenende beherrschten heftige Stürme, Regen und meterhohe Wellen das Wetter auf den Kanarischen Inseln. Und so beginnt der Start in den Frühling und die neue Woche für 300.000 Schüler und Studenten auf 5 Inseln mit einem freien Tag. Auf Grund der Wettersituation und der anhaltenden Gefahrensituation bleiben am Montag Schulen und Universitäten auf La Palma, La Gomera, El Hierro, Teneriffa und Gran Canaria geschlossen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 161 Kilometern pro Stunde fegten die Luftmassen über die Inseln. Der Höchstwert wurde in Izaña auf Teneriffa gemessen. Am Flughafen von Gran Canaria waren es immer noch 98 Kilometer pro Stunde.

Die Notrufzentralen auf den Inseln meldeten zahlreiche umgestürzte Bäume, umherfliegende Gegenstände, abgerissene Kabel und Überschwemmungen. Die Bewohner wurden aufgerufen, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen, die Fenster zu schließen und ihre Gartenmöbel zu sichern.

Stromausfall als Begleiterscheinung

Am Sonntagnachmittag hatte es in vielen Gemeinden des Archipels Unterbrechungen bei der Energieversorgung gegeben. Allein auf Gran Canaria blieben 7951 Haushalte ohne Strom, auf Teneriffa saßen 6378 Kunden der Elektrizitätsgesellschaft im Dunklen. Auch die Mobilfunkanbieter hatten zeitweise mit Problemen zu kämpfen und mussten besonders auf La Gomera, La Palma und Teneriffa ihre Techniker ausschicken, um lokale Störungen zu beheben.

Die Flughäfen auf den Inseln blieben trotz Unwetter zwar geöffnet, ca. 80 Flüge fielen aus. Ähnliches galt für die Häfen, in denen viele Fährschiffe  wegen des starken Seegangs nicht auslaufen konnten. Auch zahlreiche Straßen, besonders auf La Palma, mussten wegen der Auswirkungen des Unwetters für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden.

Doch Die Rettungsdienste auf den Inseln mussten glücklicherweise nicht allzu oft ausrücken. Die meisten Menschen hatten die Warnungen ernst genommen und waren zu Hause geblieben. Doch Meldungen über Tote oder Verletzte hat es deshalb nicht gegeben. Nur vor der Küste von Arinaga auf Gran Canaria mussten zwei Personen von den Seenotrettern aus ihrer prekären Situation befreit. Ihr kleines Boot hatte mit dem starken Wellengang erhebliche Probleme. Auch hatten sie mit einem defekten Motor zu kämpfen, aber die Hilfe der Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) zur rechten Zeit. Mit ihrer Unterstützung haben es die Havaristen unbeschadet in den sicheren Hafen geschafft.

Rekordverdächtige Niederschläge

Für den Montag werden weitere heftige Niederschläge erwartet, die schon am Wochenende in einigen Orten mit Rekordmengen aufwarten konnten. Spitzenreiter hier war nach ersten Angaben El Paso auf Gran Canaria, wo 86,8 Liter pro Quadratmeter niedergingen. Die gewaltigen Wassermassen strömten dann zu Tale und erreichten so La Palmas, wo der Barranco die Fluten kaum aufnehmen konnte.

Dadurch bleibt die Warnstufe gelb zunächst weiterhin bestehen, da das Wetter zum Teil noch immer extrem ist. Viele Kinder wird es freuen, ein unverhofftes verlängertes Wochenende gibt es schließlich nicht alle Tage.

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