Neues Jahr, neue Vorsätze?

Das neue Jahr ist jetzt gut eine Woche alt und wie immer nehmen sich die Menschen zum Jahreswechsel allerhand Dinge vor, die sie entweder angehen, verändern oder gar sein lassen wollen. Ganz hoch im Kurs sind beispielsweise mehr Sport machen, besser essen, nicht mehr rauchen, abnehmen, weniger am Handy hängen… es gibt unzählige Statistiken der vergangenen Jahre zu dem Thema. Doch nur rund jeder Zweite schafft es auch, seine Vorsätze einzuhalten und länger als drei Monate durchzuziehen. Macht das Ganze dann überhaupt einen Sinn?

Warum überhaupt gute Vorsätze?

Sich jedes Jahr aufs Neue gute Vorsätze festzulegen, hat psychologische Hintergründe. Wir alle kennen es: „Nächstes Jahr wird alles besser.“. Das neue Jahr ist für viele der Beginn eines neuen Abschnitts und ein guter Startzeitpunkt. In für uns erstmal wichtigen Bereichen versuchen wir dann, die Kontrolle zurückzugewinnen. Haben wir uns aus Bequemlichkeit die letzten Monate eher von Fastfood und ungesunden Lebensmitteln ernährt, müssen wir uns nun dazu anhalten, wieder öfter gesund zu essen. Oder mehr Sport zu machen, wenn das letzte Jahr rückblickend eher faul verlaufen ist. Der Mensch mag Dinge, die er kontrollieren kann und versucht außerdem, ein Stück näher an eine Idealvorstellung von sich selbst heran zu kommen. Viel besser wäre es dann natürlich auch, seine Ziele möglichst gestern schon erreicht zu haben.

Die Problematik

In den meisten Fällen sind diese Ziele jedoch schlicht und ergreifend zu hoch gesteckt und nicht mal eben innerhalb weniger Tage oder Wochen zu erreichen. Wer mehr Sport machen möchte, dem gelingt der Halbmarathon trotzdem nicht auf Anhieb und langfristig das Rauchen aufzuhören dauert auch eine Weile – und beinhaltet vor allem einen Nikotinentzug. Wir schätzen uns einfach viel zu optimistisch und engagiert ein; gerade zwischen den Feiertagen, wenn wir euphorisch und gut gelaunt sind und unsere Vorsätze festlegen. Dass man dann im Alltag des neuen Jahres erstmal einen Dämpfer erhält, der direkt demotivierend wirkt, ist klar. Aufgeben sollte man deswegen aber nicht, sondern viel mehr an seiner Zielsetzung arbeiten und herausfinden, wo genau der Hund begraben liegt. Jeder Mensch tickt anders und geht mit Herausforderungen und ihrer Menge oder Schwierigkeit anders um.

Wie klappt das trotzdem?

Was auf jeden Fall hilft, sind kleine Zwischenziele, die realistisch sind. Einmal die Woche laufen gehen oder ins Fitnessstudio und sich dann steigern. Höchstens nur noch einmal die Woche zu McDonald’s und dafür zweimal wöchentlich Salat essen. Oder an fünf von sieben Tagen auf Fleisch verzichten. Größere Ziele wie langfristiges Abnehmen oder den Verzicht auf Zigaretten muss man sich Schritt für Schritt erarbeiten und ebenfalls mit Zwischenzielen versehen. Ein paar Zigaretten weniger am Tag, Essensgewohnheiten langsam umstellen und mit Sport beginnen (bis sich auf der Waage etwas tut, kann es dauern)… selbst vom Handy kommt man nicht so einfach los, wenn der ständige Gebrauch einfach eine jahrelange Gewohnheit ist. Oft hilft es auch, sich seine Vorsätze aufzuschreiben und eine Art Tagebuch darüber zu führen. Einfach, um sich selbst zu kontrollieren und nachher guten Gewissens ein Häkchen machen zu können.

Also lieber ein bisschen bodenständiger planen, die Ziele in Etappen feststecken und mehr auf Kleinigkeiten hinarbeiten. Denn auch kleine Erfolge spornen uns an und motivieren uns dazu, weiterzumachen. So oder so wünschen wir privateHOLIDAY euch an dieser Stelle viel Erfolg mit euren Zielen und Vorhaben für das Jahr 2020!

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