Wanderung vom Mirador Pico del Inglés nach Santa Cruz

Das Anaga Gebirge im Nordosten Teneriffas ist bekannt für seine märchenhaft anmutenden Lorbeerwälder inmitten der Berge. Ausgangspunkt für eine abwechslungsreiche Wanderung durch Wälder, Berge und Täler ist der Mirador Pico de Inglés. Dieser höchste Aussichtspunkt des Anaga Gebirges (etwa 990m) ist einfach mit Bus oder Auto zu erreichen. Von hier aus hat man bei guter Sicht einen wundervollen Blick über den Norden der Insel, die Bergketten, den Teide und kann mit Glück sogar bis nach Gran Canaria sehen.

Nachdem man die herrliche Aussicht genossen hat, stürzt man sich rein in den Wald. Etwas versteckt, links vom Mirador, führt ein Weg mit einem Schild Richtung Valleseco hinab ins Grün. Die Strecke von etwa 12 km führt durch zuweilen unebenes Gelände (Wanderschuhe sind empfehlenswert) ca. 1000 Höhenmeter immer hinab ins Tal bis hinein in die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife.

Im Lorbeerwald

Verwilderte Schilder im dichten Lorbeerwald des Anaga Gebirges

Wanderung durch den Lorbeerwald

Durch den dichten grünen Wald kann man vereinzelt Blicke durch die Baumkronen hinaus auf die Berge oder die vorbeiziehenden Wolken erhaschen. Irgendwann lichtetet sich der Wald ein wenig und plötzlich findet man sich inmitten hoher Berge wieder, durch die sich vereinzelt Wolken kämpfen können. Von einer ungewöhnlichen Felsformation aus bietet sich der erste direkte und wundervolle Blick Richtung Teide. Etwas weiter den Pfad entlang lichten sich die Bäume immer mehr, bis man an einem weiteren Aussichtspunkt ankommt, von welchem man auch schon das Ziel – Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt der Insel – erkennen kann. Dieser Platz bietet sich perfekt an, um kurz einen Schluck zu trinken, innezuhalten und einfach die Aussicht zu genießen.

Blick über die Berge nach Santa Cruz

Aussichtspunkt mit Blick über das Anaga Gebirge bis nach Santa Cruz

Über Serpentinen hinab ins Tal

Etwa ein Drittel der Strecke ist geschafft, ab jetzt wird der Abstieg zunächst etwas steiler und Schatten ist für den Rest des Weges auch eher rar. Doch der Weg über die Serpentinen nach unten ins Tal bietet fantastische Ausblicke auf die umliegenden Berge. Vereinzelt stehen verlassene Häuschen am Wegesrand. Unten, fast im Tal angekommen, erreicht man das Gehöft Los Berros, an welchem der Wanderweg rechts weiterführt. Kurz danach kommt man eine kleine Gabelung, links aufwärts kann man einen Rundgang zurück nach Mirador Pico de Ingles machen. Der andere Weg führt nach rechts, abwärts ins Tal, an den Feldern des Gutshauses vorbei.

Wegschild für die Wanderung Richtung Santa Cruz

Auf dem Weg durch verlassene Gebiete in die Hauptstadt Santa Cruz

Der Weg durch das Tal

Der Pfad führt nun durch das Tal, entlang eines trockenen Flussbettes, dessen Ufer man immer wieder wechselt. Zwischen den steinernen Wegen, umringt von Fels und Berg, finden sich immer wieder grüne Gräser, Pflanzen, Feigenbäume und teils verwilderte, teils noch bewirtschaftete Gärten. Der Weg wird nun auch entspannter, da man nicht mehr weiter hinabsteigen muss. Trittsicherheit auf an den zuweilen lockeren Steinen ist dennoch gefragt. Inmitten der Gräser und anderer Pflanzen hört man es immer wieder rascheln und sieht hier und da kleine und große Kanareneidechsen den Weg entlangflitzen. Die wilde Natur Teneriffas ist hier hautnah zu erleben.

Weg der Wanderung durch das Tal

Grüne Bäume, Gräser und andere Pflanzen im steinernen Tal

Einkehr in Santa Cruz de Tenerife

Nach etwa 2,5 Stunden Wanderung durch Wald, Berge und das Tal, mündet der Weg in eine Asphaltstraße, welcher man etwa 3 km (gut ½ Stunde) folgt und dann in der Nähe des Hafens von Santa Cruz auf die Stadt trifft. Von hier aus kann man entweder in einen der Busse steigen oder seinen Weg in das Stadtzentrum zu Fuß fortsetzen. Die Hauptstadt Teneriffas als Ankunftspunkt ist ideal um die Wanderung mit einem Stadtbummel, einem leckeren und stärkenden Essen oder einem Besuch am beliebten Playa de las Teresitas ausklingen zu lassen.

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