Wanderung zur Mondlandschaft (Paisaje Lunar) auf Teneriffa

Wer schon mal auf Teneriffa im Teide Nationalpark war, weiß um die außergewöhnlichen Landschaftsformen, die dort warten und wie es ist, sich ein Stück weit in eine andere Welt versetzt zu fühlen. Die Paisaje Lunar, was sich ganz einfach mit „Mondlandschaft“ übersetzen lässt, ist ebenfalls eine dieser skurrilen Überraschungen, die es im Süden Teneriffas zu bestaunen gibt. Man erreicht sie nur durch eine Wanderung, auf der man circa vier Stunden zwischen duftigen Kiefernwäldern und einer herrlichen Aussicht in die Berge wandelt.

Die Tuffsteinsäulen der Paisaje Lunar

Möchte man sich das nicht entgehen lassen, sollte flugs das Auto geschnappt und zu Spaniens höchstgelegenen Ort namens Vilaflor gefahren werden, der der Ausgangspunkt für die Wanderung zur Paisaje Lunar ist. Auf den Serpentinen nach oben fährt man zwischen Januar und Februar an blühenden Mandelhainen vorbei und hat schon jetzt einen wunderbaren Blick ins Tal. Je weiter man allerdings nach oben kommt, umso stetiger sinkt natürlich das Thermometer, schließlich befindet sich Vilaflor 1400 Meter über dem Meeresspiegel, weswegen man auf jeden Fall auch etwas Wärmeres im Gepäck haben sollte.

Nur die Kiefern verraten, dass man nicht auf dem Mond ist.

In Vilaflor angekommen, stellt man das Auto am besten direkt neben dem Kirchplatz ab, schaut sich ein bisschen im Ort um und lässt die typisch kanarische und urige Architektur auf sich wirken. Möchte man die Wanderung etwas abkürzen, besteht die Möglichkeit noch ein gutes Stück weiter nach oben zu fahren, wodurch man ca. zwei Stunden des Wanderweges einsparen kann, der größtenteils bergauf führt.

Zu Fuß gen Paisaje Lunar

Vorbei an den gelb-weißen und gut sichtbaren Wegmarkierungen, an duftenden Kiefernwäldern und manchmal ziemlich großen Felsbrocken, hört man nur das stetige Knirschen der Steinchen unter den Wanderschuhen. Verweilt man, um einmal nur die Augen schweifen zu lassen, ist man plötzlich von einer unglaublichen Ruhe umgeben, in die sich nur ganz selten mal ein Vogelzwitschern mogelt.

Abendsonne auf dem Wanderweg

Nach ca. 1,5 Stunden (des kürzeren Wanderweges und das viele Foto schießen inklusive), meint man schon etwas helles im Kieferndickicht zu erahnen und tatsächlich: Langsam baut sich vor einem die spektakuläre Paisaje Lunar zusammen. Die weißen, von Wind und Wetter geschliffenen Tuffsteinsäulen bieten einen herrlichen Anblick. Am liebsten möchte man sie natürlich aus nächster Nähe betrachten, aber zum Schutz und Erhalt dieses Naturschatzes sind sie nur aus der Ferne zu bestaunen. Die Paisaje Lunar ist gegenüber Berührungen äußerst empfindlich. Damit auch die folgenden Generationen diesen Anblick noch genießen können, gilt es den Respekt zu wahren.

Um einzigartige Fotos und eine schöne Erinnerung an diese Landschaft reicher, kann man sich nun wieder auf den Rückweg begeben, wobei die Kamera noch nicht ganz weggepackt werden sollte, denn auch hier gibt es noch wunderschöne Natur zu genießen.

Weitere Informationen zur Wanderung zur Paisage Lunar gibt es auf der Seite von todotenerife.es.

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